Erfolgsgeschichten

Digitale Transformation

IT-System­land­schaft für die Medi­a­print Smart Factory

„Durch den maximalen Auto­ma­ti­sie­rungs­grad redu­zieren wir die komple­xität der Produk­tion“

Die Druck­in­dus­trie ist im Umbruch: Der Wett­be­werbs­druck steigt, die Aufla­gen­höhen sinken, die Auftrags­an­zahl hingegen nimmt zu. Gleich­zeitig erwarten die Kunden eine Produk­tion „aus einer Hand“ und extrem kurze Liefer­zeiten. Die medi­a­print solutions GmbH begegnet diesen Entwick­lungen mit einer Strategie, die unter anderem auf die hoch­au­to­ma­ti­sierte, digital vernetzte Produk­tion stan­dar­di­sierter Druck­pro­dukte setzt – und errichtet in Paderborn die medi­a­print smart factory. Unter­stüt­zung erhält das Unter­nehmen von Digital in NRW: Das Kompe­tenz­zen­trum half im Rahmen einer Umset­zungs­be­glei­tung bei der Entwick­lung IT-System­land­schaft.

Komplexe Lager­si­tua­tion

Flexible Nutzung von Anlagen und Geräten

Das projekt in 2 minuten erklärt

Foto: Fraunhofer IML

Interview

Ziele und Heraus­for­de­rungen

Im Interview sprechen Tobias Kaase, Geschäfts­führer medi­a­print solutions GmbH, und Dominik Haacke, Projekt­leiter medi­a­print solutions GmbH

1. Warum haben Sie sich zum Bau der Medi­a­print Smart Factory entschlossen?

Tobias Kaase:
Unsere Branche steht vor großen Heraus­for­de­rungen. Mass-Cust­o­miza­tion und lagerlose Echtzeit-Produk­tion sind zwei Trends, die die Druck­pro­duk­tion nach­haltig prägen werden. Darauf müssen wir reagieren, um uns zukunfts­si­cher aufzu­stellen. Hierzu haben wir uns intensiv mit unserer stra­te­gi­schen Ausrich­tung beschäf­tigt. Zu dieser gehört die medi­a­print smart factory: Mit ihr entsteht auf 1.800 Quadrat­me­tern eine weit­ge­hend voll­au­to­ma­ti­sierte Produk­ti­ons­stätte für Commodity-Produkte. Hier werden wir in Zukunft Bücher in Klein­auf­lage und Auflage 1, Kataloge und Tech­ni­sche Produkt­in­for­ma­tionen, Wand­ka­lender und Broschüren fertigen.

Dominik Haacke:
Commodity- sowie Cust­o­mized-Print sind unsere beiden Stand­beine. Wir sind als Cust­o­mized-Druckerei groß geworden, also mit der Fertigung maßge­schnei­derter, sehr komplexer Produkt­va­ri­anten. Gleich­zeitig gehört mit Commodity-Print die Produk­tion hoch stan­dar­di­sierter Druckerzeug­nisse zu unserem Portfolio. Die klas­si­sche Druck­pro­duk­tion und diese stan­dar­di­sierte Druck­pro­duk­tion sind zwei völlig unter­schied­liche Welten mit ganz anderen Anfor­de­rungen, die bei uns bisher in einer Produk­tion vereint waren. Mit der Medi­a­print Smart Factory bekommen Commodity-Produkte ihr eigenes Zuhause – und unsere beiden Produkt­li­nien auch nach außen ein eigen­stän­diges Gesicht.

2. Welche Vorteile bringt das mit sich?

Dominik Haacke:
Wir können unsere Prozesse gezielt auf die Anfor­de­rungen der jewei­ligen Druck­pro­duk­tion ausrichten. Die medi­a­print smart factory ermög­licht uns den hoch­in­di­vi­du­ellen Druck innerhalb des stan­dar­di­sierten Produkt- und Mate­ri­al­ka­ta­logs. Dabei setzen wir auf voll auto­ma­ti­sierte Prozesse: Die Maschinen sind unter­ein­ander vernetzt, die inner­be­trieb­li­chen Trans­port­pro­zesse auto­ma­ti­siert und die Kunden per API ange­bunden.

Tobias Kaase:
Durch den maximalen Auto­ma­ti­sie­rungs­grad redu­zieren wir die Komple­xität der Produk­tion hinsicht­lich der Bedienung der Maschinen sowie der Betriebs­da­ten­er­fas­sung. Zudem können wir die Produk­ti­ons­zeiten verkürzen und flexibel auf die tägliche Kapa­zi­täts­aus­las­tung reagieren. Insgesamt ermög­li­chen uns diese Maßnahmen, auch kleine Losgrößen quali­tativ hoch­wertig und zugleich kosten­günstig zu fertigen.

3. Mit welchen Heraus­for­de­rungen war der Aufbau dieser neuen Produk­ti­ons­land­schaft verbunden?

Dominik Haacke:
Die genaue Defi­ni­tion des Produk­ti­ons­pro­zesses von der Bestel­lung bis zum Versand war eine komplexe Aufgabe. Wie soll die Arbeits­ge­stal­tung aussehen? Wie können die einzelnen Produk­ti­ons­schritte zusam­men­laufen? Was für IT-Systeme benötigen wir, um diese auto­ma­ti­sierte Produk­tion umzu­setzen? Digital in NRW hat uns im Rahmen der Umset­zungs­be­glei­tung sehr geholfen, Antworten auf diese und viele weitere Fragen zu finden – in Workshops und zahl­rei­chen Gesprä­chen.

Tobias Kaase:
Die Experten des Kompe­tenz­zen­trums um Projekt­leiter Robert Joppen haben in enger Abstim­mung mit uns die Soll-Prozess­land­schaft und Daten­land­karte für die Smart Factory aufge­nommen. Es wurden Anfor­de­rungen und Abläufe fest­ge­legt, ein Lasten­heft von uns erstellt und kompa­tible IT-Systeme ausge­wählt.

4. Was sind jetzt die nächsten Schritte?

Dominik Haacke:
Wir haben nun eine profes­sio­nelle Grundlage, um das passende System und entspre­chende Module auszu­wählen. Wir stimmen uns in einem nächsten Schritt mit unseren Partnern ab und ziehen auch Experten aus der Druck­in­dus­trie hinzu, um mögliche blinde Flecken in der entwi­ckelten System­land­schaft zu vermeiden. Auch Digital in NRW wird das Projekt weiterhin mitbe­gleiten.

5. Wie hat sich die Zusam­men­ar­beit mit dem Kompe­tenz­zen­trum gestaltet?

Tobias Kaase:
Sehr gut und sehr profes­sio­nell. Digital in NRW bringt viel Expertise und eine umfas­sende Sicht „von außen“ mit, die uns bei der Entwick­lung dieser neuen Prozess­land­schaft sehr weiter­ge­holfen hat.

Gemeinsam arbeitet das Projektteam von mediaprint und Digital in NRW an den nächsten Schritten. © mediaprint solutions GmbH

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