Erfolgsgeschichten

Qualitäts- und Prozessmanagement

Analysetool WILMA für optimierte Abläufe im Warenverteilzentrum

Erfolgreiches Pilotprojekt von Folge3 und B. Braun mit neuer Datenmanagement-Software

Höhere Transparenz, mehr Effizienz, wirkungsvolle Synergieeffekte: Wenn Unternehmen ihre Prozessdaten richtig nutzen, hat das viele Vorteile. Dazu müssen Daten allerdings nicht nur erfasst, sondern strategisch ausgewertet und analysiert werden. Wie das funktionieren kann, zeigt ein Pilotprojekt der Folge 3 GmbH mit B. Braun. Um die Prozess-Exploration im Warenverteilzentrum des Medizintechnologieunternehmens zu untersuchen, kam die Datenmanagement-Software WILMA zum Einsatz. Zu dem von Folge 3 konzipierten Analysetool hatte zuvor ein Geschäftsmodellworkshop mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Ruhr-OWL stattgefunden. 

Projekt­partner
Folge 3 GmbH, B. Braun SE, Fraunhofer IML
Größe

25 Mitarbeiter

Ort

Melsungen/Hamburg

genutzte Services

Unternehmensbesuch, Potenzialanalyse

Datenmanagement-Software WILMA ​

Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jekte in Unter­nehmen

Von Rohdaten zur
Prozessstruktur​

Rohdaten untersuchen, Prozesse identifizieren und in eine Prozessstruktur überführen. Das sind WILMAs Aufgaben. Die Software wird mit relevanten logistischen Indikatoren und Kennzahlen „gefüttert“ und ermittelt dann, welche Faktoren für erfolgreiche oder zu optimierende Prozessdurchläufe verantwortlich sind. „Wenn wir die Prozesse anhand dieser Daten analysieren, bekommen wir eine Basis für gezielte Optimierungen“, erklärt Christoph Fröhlich, Folge3-Geschäftsführer.

© B. Braun SE

Warenverteilzentrum

Pilotprojekt mit B. Braun

Im Pilotprojekt mit B. Braun stand der Prozess im Warenverteilzentrum im Fokus. Tausende Pakete werden dort pro Tag verarbeitet, verpackt und verschickt. In enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen untersuchte Folge 3 die Abläufe: Welche Schritte durchlaufen die Güter vom Wareneingang bis zur Auslieferung? Wie lange dauert der Kommissionier- und Verpackungsprozess? Werden Waren zwischengelagert? Und wenn ja: wie lange? Rohe Prozessdaten aus dem Lagerverwaltungs- und dem ERP-System von B. Braun wurden genutzt, um Antworten auf diese und viele weitere Fragen zu finden. Rund 10 Millionen Datensätze kamen so zusammen, die in einem teilautomatisierten und auch manuellen Prozess geordnet und klassifiziert wurden.

Datenmanagement-Software WILMA

Reales Prozessmodell vs. SOLL-Modell

„Aus diesem Datenschatten haben wir mit WILMA ein reales Prozessmodell erstellt“, erklärt Tim Klimasch, Marketing Director bei Folge3. Anders als das SOLL-Modell eines Prozesses, in dem quasi idealisierte Abläufe festgehalten werden, zeigt das reale Prozessmodell auch mit Hilfe einer interaktiven Prozesslandkarte genau auf, wo es bei den Abläufen hakt. „Mit der Auswertung durch WILMA wird die Differenz zwischen SOLL-Modell und realem Modell sichtbar“, so Klimasch. Datenlöcher, (zu) lange Durchlaufzeiten oder Mehrfachbewegungen. „Diese Abweichungen zeigen mögliche Optimierungspotenziale auf. Durch das reale Datenbild wird klar, was im Vergleich zum Wunschprozess fehlt oder verbessert werden kann.“

So konnte das Team von Folge 3 aufzeigen, dass im Warenverteilzentrum von B. Braun einige verpackte Waren nicht direkt ausgeliefert werden konnten. „Die Ursache dafür war, dass eine Verdichtung der Paletten für die Optimierung der Laderaumausnutzung erforderlich war oder dass die Rampen noch mit anderen Lieferungen belegt waren“, erklärt Christoph Fröhlich. Die nachfolgenden Waren mussten im Lager abgestellt und später erneut zur Rampe gebracht werden. Konkret kam es bei annähernd 20 Prozent der Prozessdurchläufe zu Zwischenlagerungen und daraus resultierenden Mehrfachbewegungen. „Diese Mehrfachbewegungen kosten Zeit und Geld, kommen in der Logistik aber häufig vor. Sie sind ein typischer Fall, der auftaucht, wenn das reale Prozessmodell ausgewertet wird“, weiß der Folge3-Geschäftsführer.

Schwachstellen-Analyse

Transparente Prozesse

Die Schwachstellen-Analyse des Folge3-Teams nahm neben Mehrfachbewegungen auch schwankende Bearbeitungszeiten, unterschiedliche Taktraten einzelner Prozessschritte und Bottlenecks in den Blick. „Gleichzeitig zeigen wir anhand der Ergebnisse Optimierungspotenziale auf, die in weiteren Prozessdurchläufen wieder von WILMA analysiert und auf Verbesserungen untersucht werden können“, so Tim Klimasch. Aufträge mit wenigen Versandstücken gehen öfter in die Zwischenlager? Die Mehrfachbewegungen liegen ab 20 Uhr konstant über den Erwartungen? Dann kann die Überarbeitung der Auftragssteuerung eine Lösung sein. 

OPtimierungspotentiale

Prozessdaten richtig nutzen

„Wilma hat zusätzliche Transparenz in den Prozessen des Warenverteilzentrums geschaffen“, zeigt sich Fabian Schmitt, Leiter Warenverteilzentrum bei B. Braun mit den Ergebnissen des Pilotprojekts zufrieden. Und auch Folge 3 zieht nach der Zusammenarbeit mit dem Melsungener Unternehmen ein positives Fazit. Christoph Fröhlich: „Wir haben das Bewusstsein für die Prozessexploration anhand eines realen Prozessmodells geschaffen und gezeigt, wie wichtig es ist, Prozessdaten richtig zu nutzen. Und dabei möchten wir in Zukunft auch und gerade mittelständische Unternehmen unterstützen.“

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