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Fünf Tipps, wie Sie Ihr KMU nachhaltig gestalten

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nachhaltig gestalten

So gelingt die ​Transformation zum nachhaltigen unternehmen

Das Thema Nachhaltigkeit rückt in Unternehmen zunehmend in den Fokus – und das nicht allein in Konzernen und großen Betrieben. Mit neuen Gesetzen und dem stetig steigenden Bewusstsein für nachhaltige Produkte und Prozesse auf Kunden- und Konsumentenseite spielt Nachhaltigkeit auch für die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen eine zunehmend große Rolle. Wie Sie Ihr Unternehmen nachhaltig gestalten und die nächste große Transformation neben der Digitalisierung angehen können, zeigen unsere fünf Tipps.

Foto: Mittel­stand-Digital Zentrum Ruhr-OWL

1. Verständnis und Commitment schaffen

Schaffen Sie in Ihrem Unternehmen ein einheitliches Verständnis von Nachhaltigkeit. Berücksichtigen Sie dabei die drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Was im Detail unter diesen Begriffen verstanden wird, welche Akzente wo gesetzt werden sollen, muss unternehmensindividuell geklärt werden. „Wichtig ist, in diesem Transformationsprozess eine einheitliche Sprache zu sprechen – im gesamten Unternehmen,“ betont Christian Kürpick, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IEM und Projektmitarbeiter beim Mittelstand-Digital Zentrum Ruhr-OWL. Eine weitere grundlegende Voraussetzung für die erfolgreiche Integration nachhaltiger Maßnahmen und Prozesse ist das Commitment des Unternehmens. Das fängt beim Management an. „Wenn dieses Commitment fehlt, scheitert der Transformationsprozess früher oder später – wenn er überhaupt initiiert wird“, so Christian Kürpick.

2. Die Ausgangssituation analysieren

Wo steht Ihr Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit? Erstellen Sie eine klassische Nachhaltigkeitsbewertung. Orientieren Sie sich dabei auch an ISO-Normen, wie z. B. – bei der Säule Ökologie – über den ökologischen Fußabdruck eines Produkts. Auch unterschiedlichste Daten, die im Unternehmen erfasst werden, können hier weiterhelfen. „Hier zahlt sich aus, wer beim Thema Digitalisierung seine Hausaufgaben gemacht hat“, weiß Christian Kürpick. „Unternehmen, die aussagekräftige Daten zur Hand haben und auswerten können, wissen schnell, wie sich ihre Ausgangssituation darstellt.“ Der Vorteil einer umfangreichen IST-Analyse: Das Unternehmen weiß, welche Hebel es an welchen Stellen ansetzen kann, um z.B. Produkte nachhaltiger zu gestalten oder Produktionsprozesse umzustellen. „Eine Nachhaltigkeitsbewertung schafft Transparenz“, so Christian Kürpick. „Und nur, was ich vorher messe, kann ich nachher steuern.“

3. Ein Nachhaltigkeitsbild entwickeln

Machen Sie sich klar, was Sie erreichen möchten. Was sind Ihre Ziele des Transformationsprozesses? Entwickeln Sie ein Zielbild mit konkreten Eckpfeilern, an denen Sie sich auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit orientieren. Ein Eckpfeiler dieses Zielbilds kann bspw. die Nutzung eines digitalen Produktpasses sein, in dem Materialzusammensetzungen und Recyclefähigkeit festgehalten werden. Im Bereich der Ökologie sollte zum Beispiel ein Dreiklang aus Effizienz, Suffizienz- und Konsistenzmaßnahmen angestrebt werden. Wie können wir z.B. durch neue Geschäftsmodelle weniger konsumieren bei gleicher Bedürfnisbefriedigung? Wie produzieren wir effizienter? Und wie bereiten wir uns auf eine Kreislaufwirtschaft vor? Diese Fragen können die Entwicklung eines Nachhaltigkeitszielbilds mitbestimmen. „Ein wichtiger Schlüsselbefähiger ist die Digitalisierung“, erklärt Christian Kürpick. „Sie ermöglicht die Steuerung von Materialkreisläufen, das Angebot neuer Geschäftsmodelle und die effizientere Gestaltung von Produktionsprozessen.“

4. Umsetzung planen

Bevor an der Umsetzung Ihrer Ziele arbeiten, legen Sie die Zuständigkeiten fest. Wer ist für die Umsetzung des Transformationsprozesses zuständig? Wer hat die Fäden in der Hand und den Überblick? „Es ist immer sinnvoll, jemanden zu benennen, der die Umsetzung federführend begleitet. Die beste Strategie verfehlt ihren Nutzen nichts, wenn sie in der Schublade bleibt“, sagt Christian Kürpick und empfiehlt zudem: „Binden Sie Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit ein – vom Materiallieferanten bis zum Kunden und Entsorger. Nur durch die Berücksichtigung aller Wertschöpfungsstufen wird die Umsetzung Erfolg haben.“

5. Maßnahmen kontinuierlich überprüfen

Das Zielbild von heute kann morgen schon veraltet sein. Überprüfen Sie Ihre Maßnahmen und Ziele regelmäßig. Justieren Sie nach, wenn es nötig ist. „Besonders im Bereich Nachhaltigkeit ist aktuell viel in Bewegung“, weiß Christian Kürpick. „Die Gesetze ändern sich, die Kundenanforderungen auch. Umso wichtiger ist es, sich immer wieder zu fragen: Hat mein Zielbild auch aktuell noch Gültigkeit?“
Sie haben Fragen zum Thema Nachhaltigkeit? Sie stehen am Anfang eines Transformationsprozesses und suchen Unterstützung? Sie möchten Maßnahmen umsetzen, wissen aber nicht, wie? Die Expert:innen des Mittelstand-Digital Zentrums Ruhr-OWL begleiten Sie mit unterschiedlichen Services auf dem Weg hin zu einem nachhaltigen Unternehmen. Sprechen Sie uns gerne an. Weitere Informationen finden Sie hier.
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Karina Kampert

Koordinatorin Geschäftsstelle

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