Erfolgsgeschichten

Digitale Transformation

Trans­pa­rente Produk­ti­ons­pro­zesse durch gezielte Daten­aus­wer­tung

Alfred Willich GmbH treibt Digi­ta­li­sie­rung mit Trans­fer­pro­jekt zu Business Intel­li­gence voran

In Sachen Digi­ta­li­sie­rung ist die Alfred Willich GmbH & Co. KG Vorreiter in der Lebens­mit­tel­branche. Der Entwickler und Produzent von Tauch­massen für die Lebens­mit­tel­in­dus­trie arbeitet bereits mit einer auf die indi­vi­du­ellen Abläufe ausge­rich­teten Software zur Erfassung von Maschi­nen­daten. Wie diese Daten ziel­ge­richtet ausge­wertet und genutzt werden können, war Schwer­punkt eines Trans­fer­pro­jekts mit Digital in NRW. Mit „Business Intel­li­gence in der Lebens­mit­tel­in­dus­trie“ wurden die Dyna­mi­sie­rung bei der Preis­ge­stal­tung und die Reduktion der Rüst- und Reini­gungs­zeiten adres­siert.

Konti­nu­ier­liche Daten­er­fas­sung

Ziel­ge­richtete Ausge­wertung

Mehr Auswer­tung schafft Mehrwert

Die Daten­basis war gut, die Daten­aus­wer­tung ausbau­fähig – so brachten die Experten von Digital in NRW die Ausgangs­si­tua­tion zu Beginn der Projekt­ar­beit im März 2020 auf den Punkt: „Durch die konti­nu­ier­liche Daten­er­fas­sung ist die Firma Willich vielen Unter­nehmen schon voraus“, betont auch Julia Woesthoff, wissen­schaft­liche Mitar­bei­terin am Fraun­hofer IEM und Teil des Projekt­teams. „Der eigent­liche Mehrwert entsteht aber dann, wenn diese Daten ziel­ge­richtet ausge­wertet und genutzt werden.“

Das Digital in NRW-Team bekommt spannende Einblicke in das Unternehmen Willich GmbH. © Fraunhofer IEM

Zusam­men­ar­beit mit Digital in NRW

Analyse der Ausgangs­si­tua­tion

Das war der Ansatz­punkt der Zusam­men­ar­beit mit Digital in NRW, die noch mit einem Unter­neh­mens­be­such vor Ort einge­leitet werden konnte, bevor die Präsenz­ter­mine durch Corona bedingt von Web-Konfe­renzen, digitalen Workshops und Tele­fo­naten abgelöst wurden. „So haben wir nahezu alle Inhalte des Projekts digital erar­beitet“, erzählt Julia Woesthoff. „Das war natürlich anfangs ungewohnt, hat aber sehr gut und unkom­pli­ziert funk­tio­niert.“

Den Anfang machte eine Ist-Analyse. Der aktuelle Status wurde fest­ge­halten, der Produk­ti­ons­pro­zess genau­es­tens erfasst. Wie sieht die Ferti­gungs­rei­hen­folge aus? Welche IT-Systeme unter­stützen den Prozess? Welche Daten werden erfasst? Welche Produkte herge­stellt? „Nur, wenn auch wir die Antworten auf diese grund­le­genden Fragen kennen, entwi­ckeln wir ein Verständnis für die Produk­tion und ihre Abläufe, mit dem wir weiter­ar­beiten können“, so Julia Woesthoff. „Diese vorher­ge­hende Analyse ist das Fundament zur ziel­ge­rich­teten Lösung der anste­henden Aufgaben.“

Die ersten Workshops konnten noch vor Ort beim Unternehmen stattfinden. © Fraunhofer IEM

Fragen­ka­ta­loge, Planungs­mus­ter, Zustands­dia­gramme und Auswer­tungen

Effi­zi­ente Anla­gen­nut­zung für opti­mierte Produk­ti­ons­pla­nung

Anhand der Produk­ti­ons­daten, die zur Verfügung standen, wurde dann der Zusam­men­hang zwischen typischen Produkt­rei­hen­folgen, verwen­deten Ressourcen und den daraus resul­tie­renden Rüst­zeiten erstellt. Das Ziel: die Reduktion der Rüst­zeiten durch eine opti­mierte Produk­ti­ons­pla­nung. Ein Potenzial, das bisher im Unter­nehmen noch nicht genutzt worden war. Welche Produkte wann gefertigt und welche Maschinen und Anlagen dementspre­chend gereinigt oder neu gerüstet werden mussten, wurde bis dahin manuell und erfah­rungs­ba­siert fest­ge­legt. Also entwi­ckelten die Experten von Digital in NRW Fragen­ka­ta­loge, forschten daten­ba­siert nach gängigen Planungs­mus­tern, erar­bei­teten Zustands­dia­gramme, grafische Darstel­lungen und statis­ti­sche Auswer­tungen. Damit konnte das vorhan­dene Erfah­rungs­wissen objek­ti­viert und ein tieferes Verständnis der Zusam­men­hänge erlangt werden. Dies ist Grundlage für eine verbes­serte Reihen­fol­ge­pla­nung. „Daraus ergeben sich einige Vorteile, wie zum Beispiel eine effi­zi­en­tere Anla­gen­nut­zung durch eine daten­ba­sierte Entschei­dungs­fin­dung in der Produk­ti­ons­pla­nung“, erläutert Julia Woesthoff.

Mehr Trans­pa­renz in Bezug auf relevante Einfluss­fak­toren

Diffe­ren­zierte Preis­ge­stal­tung

Auch der gängige Prozess der Preis­ge­stal­tung wurde gezielt unter­sucht. „Ein Ziel des Trans­fer­pro­jekts war hierbei, dass sich die Komple­xität der Produk­tion auch im Preis wider­spie­gelt. Mit dem im Projekt gewon­nenen Wissen können Preise künftig pass­ge­nauer gestaltet werden.“, erklärt Julia Woesthoff. Zur Opti­mie­rung der Preis­ge­stal­tung wurden die produk­tions- und vertriebs­sei­tigen Einfluss­fak­toren auf die Preis­ge­stal­tung iden­ti­fi­ziert. Das Projekt­team erar­bei­tete einen Überblick über die aktuelle Preis­si­tua­tion, analy­sierte Einfluss­fak­toren auf die Preis­ge­stal­tung und verknüpfte die einzelnen Produkte mit Inhalts- und Zusatz­stoffen, Verkaufs­zahlen sowie Reini­gungs­zeiten. „Aufbauend auf diesen Ergeb­nissen konnten wir Empfeh­lungen zur Preis­ge­stal­tung ableiten, die mehr Trans­pa­renz in Bezug auf relevante Einfluss­fak­toren bieten“, so Woesthoff.

Gewon­nenen Erkennt­nisse

Ausblick Richtung Künst­liche Intel­li­genz

Wie die gewon­nenen Erkennt­nisse zukünftig in die Ferti­gungs­pro­zesse inte­griert werden und diese opti­mieren können, war ebenfalls Bestand­teil des Trans­fer­pro­jekts, das im September 2020 erfolg­reich abge­schlossen wurde. Gemeinsam mit der Alfred Willich GmbH & Co. KG entwi­ckelte Digital in NRW mögliche Best Practices. Und auch eine weitere Zusam­men­ar­beit in der Zukunft ist denkbar, beispiels­weise im Hinblick auf den Einsatz von künst­li­cher Intel­li­genz in der Produk­ti­ons­pla­nung und -steuerung. Geschäfts­führer Volker Willich resümiert: „Durch das Trans­fer­pro­jekt haben wir eine tief­grei­fende Trans­pa­renz über unsere Ferti­gungs­pro­zesse geschaffen. Die entstan­denen Erkennt­nisse der ziel­ge­rich­teten Daten­ana­lyse haben für uns die Grundlage für Verbes­se­rungen in der Produk­tion, aber auch für zukünf­tige Akti­vi­täten gelegt. Für eine geplante Geschäfts­er­wei­te­rung können wir aufgrund unserer Erfah­rungen die daten­ba­sierte Entschei­dungs­fin­dung von Anfang an berück­sich­tigen.“

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